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Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Einen wunderschönen Abend allen Lesern!

Seit einiger Zeit trage ich mich, nachdem ich vor etwa 30 Jahren einmal eine kleine H0-Anlage mit Kreisverkehr :-( hatte, mit dem Gedanken, wieder in das Hobby einzusteigen. Mehr Platz als damals habe ich jetzt auch nicht :-( sondern nur maximal 140 x 70 cm.

Als Thema steht für mich fest: eingleisige (Neben-)Bahn in Österreich, Epoche III, nicht elektrifiziert. Das "Neben-" steht deswegen in Klammern, weil es bei uns in dieser Zeit auch eingleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahnen gab (z.B.: Graz - Spielfeld-Straß (- Laibach / Beograd / Athen), sogar ein im Sommer täglich verkehrender D-Zug von Hamburg in den Südosten Europas über diese Strecke ist mir noch gut in Erinnerung oder Strecken der Franz-Josefs-Bahn durch die Wachau (Krems - Spitz)).

Nachdem ich dieses Forum entdeckt hatte, liebäugelte ich vorerst mit diesen Gleisplänen aus dem Forum:

http://moba-trickkiste.de/wie-macht-man … mp;start=1
http://moba-trickkiste.de/wie-macht-man … mp;start=2
http://moba-trickkiste.de/wie-macht-man … mp;start=3

Aber irgendwie konnte ich mich einfach nicht entscheiden.

Vor etwa einer Woche fand ich in einem Moba-Laden das Buch "Anlagen-Planung" von Otto O. Kurbjuweit, so ein blaues, ich weis nicht, ob das hier jemand kennt(?).

Der Autor schaffte es in dem Buch, mir den richtigen Kick zu geben. Point To Point verbunden mit ZAK zum Zugwechsel statt eines großen Schattenbahnhofes, das isses! Doch leider sind die Gleispläne alle in H0 (oder größer) und damit leider zu groß für den verfügbaren Platz! :-(

Was mir ausser Platz noch fehlt, ist der nötige Schuss Fantasie, die Idee glaubwürdig umzusetzen. :-(

Darf ich hier höflichst um Input bitten???

Danke schon mal für zumindest die eine oder andere "Initialzündung"!!!

Herzliche Grüße aus Wien

Boris

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Re: Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Hallo Boris ... willkommen in unserem kleinen Forum! Hier geht es etwas gemütlicher zu als in den großen Foren ... so kann es schon einmal eine Weile dauern, bis Antwort kommt ... aber sie kommt.

Boris160 schrieb:

Vor etwa einer Woche fand ich in einem Moba-Laden das Buch "Anlagen-Planung" von Otto O. Kurbjuweit, so ein blaues, ich weis nicht, ob das hier jemand kennt(?).

... und ob wir das hier kennen! Den Denkansatz und die Grundüberlegungen von OOK kennen »wir« bereits aus Forenzusammenhängen und haben das quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Insofern bist du hier richtig.

Der Autor schaffte es in dem Buch, mir den richtigen Kick zu geben. Point To Point verbunden mit ZAK zum Zugwechsel statt eines großen Schattenbahnhofes, das isses! Doch leider sind die Gleispläne alle in H0 (oder größer) und damit leider zu groß für den verfügbaren Platz! :-(

Was mir ausser Platz noch fehlt, ist der nötige Schuss Fantasie, die Idee glaubwürdig umzusetzen. :-(

Darf ich hier höflichst um Input bitten???

... du darfst. Zunächst eine Gegenfrage: unabhängig von der Adaption in Spur N ... gibt es in dem OOK-Buch Planungen, die dich vom Konzept her und den betrieblichen Möglichkeiten besonders angesprochen haben?

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Re: Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Hallo Jürgen!

Herzlichen Dank für Deine Antwort!

Du fragst:

"... gibt es in dem OOK-Buch Planungen, die dich vom Konzept her und den betrieblichen Möglichkeiten besonders angesprochen haben?"

Das Eigenartige an dem Buch war für mich, dass nach den einleitenden Kapiteln fast jedes dieser Anlagenkonzepte seinen ganz eigenen Reiz ausgeübt hat. Viele dieser Berichte habe ich zweimal gelesen, einmal unvoreingenommen und das zweite Mal unter dem Aspekt der Umgebungsbedingungen für meine Anlage:

- bei Nichtbetrieb steht ein maximaler Platz von 140 x 70 cm für die Aufbewahrung zur Verfügung,
- die Anlage sollte aber mobil auf Rollen montiert sein und kann dann zum Betrieb in die Mitte des Wohnzimmers gerollt werden und ist dann von allen Seiten zugänglich,
- ich bin der im Buch zitierte "einsame Wolf", der die Anlage zumindest meist alleine betreibt,
- bei dieser Größe kann ich offene Anlagen leider vergessen, ein Rechteck sollte es wohl sein.

Unter diesen Aspekten habe ich mir aus den im Buch vorgestellten Anlagen folgendes Betriebskonzept "zusammengeklaut":

- zwei sichtbare Bahnhöfe, einer als echter Endbahnhof (E), der andere als "Pseudo-Endbahnhof" (P), Pseudoendbahnhof deshalb, weil es an der einen Seite durchaus in einen kleinen Fiddleyard gehen könnte aber nicht muss, auf der anderen Seite einen Anschluss für ZugAufstellungsKassetten oder spätere Erweiterungen geben sollte. Die Idee, statt eines oder zusätzlich zu einem nur kleinen FiddleYard(s) ZAKs einzusetzen erzeugt den Eindruck des Anschlusses meiner Bahn an die große weite Welt. Beide Bahnhöfe mit zumindest einem Güterschuppen oder kleinen Anschließer, wenn für letzteren überhaupt Platz ist.

- der Betrieb könnte dann auch nach Fahrplan so ablaufen (ÖBB Ep. III, nicht elektrifiziert):
-- Personenzüge mit BR 64 oder BR 792 o.ä. und 2-achs. Spantenwagen und oder Triebwagen, so es irgenwann auch österreichische geben wird
-- Güterzüge hauptsächl. 2 achs. gedeckte Güterwagen mit 2050 oder wenn besonders kurz 2062 (habe ich selbst öfter auf Nebenbahnen in der Zeit gesehen)

Güterzug fährt aus ZAK kommend in P ein, Lok rangiert Waggons zu / vom Güterschuppen, so entsteht ein neuer Zug, der dann Abfahrbereit den Fahrtauftrag abwartet. Nach einem kurzen Pfiff setzt sich der Zug in Richtung E in Bewegung um nach einer Kurve meinem Blick zu entschwinden. Im nicht oder nur schwer einsehbaren Bereich könnte es ein Kreuzungsgleis geben, wo der Zug zwecks Fahrzeitverlängerung eine Kreuzung mit einem in E abfahrenden Personenzug abwartet (Positionswechsel meinerseits an die Rückseite der Anlage um dessen Abfahrt steuern und eine Weile beobachten zu können). Natürlich könnte der Güterzug auch nur darauf warten, dass ich meine Position ändere und dann von mir beobachtet nach E weiterfahren. In E angekommen werden die Waggons zugestellt und die anderen eingesammelt und zu einem neuen Zug zusammengestellt. Zwischenzeitlich benötigt das Zugspersonal auch seine tarifvertraglich zugesicherte Pause, in der Zeit fährt der Personenzug vom Kreuzungsgleis nach P, oder falls es den grad nicht gibt ein anderer von E nach P oder P nach E. Grundsätzlich wenden Personenzüge nie sofort in E oder P sondern haben langen Aufenthalt, wir betreiben ja eine gemütliche Nebenbahn und keine Strassenbahn!
Weder in E noch in P gibt es Diesellok-Tankstelle oder BW mit Kohlebunker, ..., lediglich an einem Stumpfgleis einen Wasserkran zum Wassertanken der Dampfloks. Die BWs liegen nämlich 40 km von P entfernt und daher müssen die Loks rechtzeitig in die ZAK. Nach Betriebsschluß bleiben sowohl in E als auch P einige Güter- und Personenwaggons zurück, Triebfahrzeuge werden alle in das BW (=ZAK) abgefahren und kommen zu Betriebsbeginn von dort. Abgespielt hat sich das ganze tatsächlich so in den 50er - 70er Jahren in der Südsteiermark an der Strecke Spielfeld-Straß - (Bad) Radkersburg, einer eingleisigen Nebenbahn der Strecke Wien - Graz - Spielfeld-Straß - Laibach - ... und die Triebfahrzeuge wurden morgens aus Graz zugeführt und fuhren abends zurück nach Graz.

Ich denke, für mich allein wird es auf der Anlage genug Äktschn ((c) OOK) geben. Leider wird / kann die Landschaftsgestaltung nicht Vorbildgerecht werden, weil die Strecke ist beim Vorbild nahezu eben, keine Tunnels, lediglich im Sommer stand der Mais (in der Gegend auch Kukuruz genannt) sehr hoch (was oft an den vielen ungesicherten Eisenbahnkreuzungen zu Unfällen führte).

Sorry, die Story ist ein bissele lang geworden :-( aber ich denke, sie gibt genau wieder, was auch OOK in seinem Buch als Vorraussetzung für eine gelungene Anlage erwartet, oder?

Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend und freue mich gespannt auf Deine Antwort!

Liebe Grüße

Boris

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Re: Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Hallo Boris,

offensichtlich bist du ein Nachtmensch, wenn du um kurz nach Halbzwölf »noch einen schönen Abend« wünschst.
Zur Klärung der grundlegenden Bedingungen noch eine Nachfrage:

Boris160 schrieb:

bei Nichtbetrieb steht ein maximaler Platz von 140 x 70 cm für die Aufbewahrung zur Verfügung, ...

Das heißt für mich: es spricht nichts dagegen, wenn ein großzügiger Fiddle Yard – vielleicht sogar noch mit einem Stück Strecke davor – für den Betrieb angesetzt wird.

Trotz ausführlicher Beschreibung habe ich dein Betriebskonzeot noch nicth ganz verstanden. Vielleicht kannst du eine simple Schemaskizze dazu machen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Ich habe es so verstanden: der End-Bf. (E) ist unstrittig ... aber auf der anderen Seite: ist (P) der Fiddle Yard oder ist (P) ein gestalteter Durchgangsbahnhof und dann kommt die Fiddle? Bei letzterem befürchte ich schon fast, dass die Fläche für eine glaubwürdige Gestaltung überfordert ist, ohne dass sich die betrieblichen Möglichkeiten grundlegend verändern.

Um Varianten auszuloten: anstelle von (P) wird ein Gleisanschluss mit mehreren Nutzern/Betrieben betrieben!? ... den einen »End-Bf.« aufpeppen und zur Spitzkehre machen? ... an einem Streckenende einen FiddleYard am anderen ein Zugwechselmagazin ... oder nur eine Pseudo-Streckenteilung: beide Strecken münden in der gleichen Fiddle. Dadurch würde es mehr glaubwürdigen Betrieb geben, ohne dass die »Infrastruktur« zu aufwendig wird.

OOK habe ich bereits auf deinen Thread gestupst; er kommt aber erst Anfang der Woche dazu, deine Ideen genauer anzuschauen.

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Re: Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Hallo Jürgen!

Herzlichen Dank für Deine Antwort!

Du schriebst:

"offensichtlich bist du ein Nachtmensch, wenn du um kurz nach Halbzwölf »noch einen schönen Abend« wünschst."

Bitte höflichst um Entschuldigung, habe in der Hitze des Gefechts wohl übersehen, dass es schon so spät war. :-(


"Das heißt für mich: es spricht nichts dagegen, wenn ein großzügiger Fiddle Yard – vielleicht sogar noch mit einem Stück Strecke davor – für den Betrieb angesetzt wird."

Wenn der Fiddle Yard z.B. auf klappbaren Füßen unterhalb der Anlage aufbewahrt werden kann, durchaus. Weil die max. 140 x 70 cm sind bereits der gesamte Platz für die Aufbewahrung der gesamten Anlage. :-(

"OOK habe ich bereits auf deinen Thread gestupst; er kommt aber erst Anfang der Woche dazu, deine Ideen genauer anzuschauen."

Danke, ganz lieb, das ist ja schon fast zuviel des Aufwandes, den großen Meiser zu bemühen, ich fühle mich sehr geehrt!

Ich habe Deinem Rat folgend einmal versucht, eine solche Skizze zu erstellen und schäme mich schon mal im vorraus für das kindlich naive Gekrixel. Hab es zuerst händisch erstellt und den Scan mit Paint nachbearbeitet so gut ich's kann.

Orientiert habe ich mich dabei an einem Vorbild aus Kindheits- und Jugendtagen, allerdings auch an Bahnhofsgleisen weggelassen, was für's Konzept nicht unbedingt notwendig ist. Übrigens war auch beim Vorbild der Platz sehr beengt.

Zur Erklärung: G und J bedeuten die Anschlüsse an die große weite Welt (FY / ZAK), sind natürlich auch Ausziehkleise zum Rangieren. Auch beim Vorbild wurden die Wagen, die an den Güterschuppen mussten, auf das Streckengleis J ausgezogen. Auch die Lage der DKW finde ich gut getroffen in der Skizze, auch die gab es wirklich (obwohl ich bei der Moba aus Gründen der Betriebssicherheit kein Freund der DKWs bin). Sogar der langgezogene Bogen, in dem das Gefälle beginnt, ist Vorbildgerecht.

Ab der Tunneleinfahrt wird es Vorbildwidrig, weil auf der Strecke gab es keine Tunnel, im strichlierten Bereich könnte das eine oder andere Kreuzungsgleis Platz finden.

In R war dann wirklich Endstation. Bahnhof, Lagerhaus und viele Bäume, der Ort war 1,5 km vom Bahnhof entfernt.

Ich hoffe, Du kannst mit der Skizze was anfangen.

Wünsche Dir und allen Lesern ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Boris

http://moba-trickkiste.de/components/com_agora/img/members/298/mini_Sd-Skizze.jpg

P.S.: Ich weis schon, irgendwie ist mein Gekritzel ähnlich dem Plan "Die Briloner Waldbahn" im o.a. Buch. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob das, wie von mir angedacht, in N auf 140 x 70 cm umsetzbar ist.

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Re: Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm?

Moin Boris,

was macht Deine interessante "Point to point Anlage in Spur N auf max. 140 x 70 cm"?
Ich habe ein ähnliches Projekt "Point to point auf 100 x 80 cm", ebenfalls nach der Lektüre der Broschüre "Anlagenplanung" von Otto O. Kurbjuweit (OOK) inspiriert:
http://www.moba-trickkiste.de/forum/def … lage-auf-1,00-x-0,80-m.html
und hier:
http://www.moba-trickkiste.de/forum/def … lage-auf-1,00-x-0,80-m.html
Ich würde mich sehr über weitere Details von der Planung oder gar dem Bau Deiner Anlage freuen.

LG
Heiko

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