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Kleine Anlage in TT

Kleine Anlage in TT

Hallo Modellbahner,

ich bin gerade dabei auf kleinem Raum eine Anlage zu bauen. Da ich aber noch nicht fertig bin, möchte ich meine Idee gern zur Diskussion stellen, so dass ich evtl. das ein oder andere, an das ich bisher noch nicht gedacht habe, verbessern kann.

Anlage:
Länge 140 cm
Breite 70 cm

Thema:
Eingleisige Hauptbahn mit einer abzweigenden Nebenbahnstrecke und div. Anschlüssen in Epoche III/IV (Übergang zw. diesen beiden Epochen)

Ziel:
Der Schwerpunkt liegt auf dem Eisenbahnnetrieb (Spielen nach Fahrplan), so dass ich hier möglichst viele unterschiedliche betriebliche Komponenten einbringen will. 

Konzept:
Das Layout ähnelt dem KAKTUS-Typ, nur durch zwei Bahnhöfe und innere Gestaltung aufgeweitet. Die Anlage wird analog mit fester Fahrspannung (3-5V) betrieben. Es werden einzelne elektrische Gleisabschnitte gebildet (Blockabschnitte), so dass mehrere Züge bzw. Rangierfahrten gleichzeitig stattfinden können.
Ich werde Hauptsignale nutzen. Auf Vorsignale verzichte ich aus Gründen der Übersichtlichkeit. Die Strecken gelten als elektrifiziert. Die Züge werden max. 4 zweiachsige Wagen + Lok lang sein. Links sind zwei Schattenbahnhöfe auf zwei Ebenen angeordnet, die die "weite Welt" darstellen. Diese sind jeweils zweigleisig.

Betrieb:
Ich habe 5 Loks zur Verfügung. Bisher konnte ich Rangierhandlungen, eine abzweigende Strecke, zwei Bahnhöfe und mehrere Anschlussgleise "realisieren". Flügelungen, Zweigleisigkeit u.ä. wird auf Grund des Platzmangels nicht möglich sein, obwohl auch sehr interessant...

Es wird darauf hinaus laufen
- dass 1 Rangierlok in der Anschlussbahn des Zementwerkes Dienst tut
- dass 1 Personenzug vom unteren Schattenbf bis zum oberen Schattenbf   fährt und in beiden Bf hält
- dass 1 Triebwagen LVT 171 von Seedorf nach Kalkdorf fährt und mit dem v.g. Personenzug kreuzt (Umsteigemöglichkeiten für die Fahrgäste)
- dass eine Br254 das Zementwerk bedient, den Hafen bedient und Rangierhandlungen (Züge zusammenstellen)im Bf Kleinberg durchführt
- dass eine weitere E-Lok als "Störfaktor" von Schattenbf zu Schattenbf durchfährt
- dass das Umstellen der Loks bzw. Wagen in "Handarbeit" in den Schattenbahnhöfen erfolgt

Hier ist eine Skizze:
Gleisplan_TT
- gestrichelte Linien sollen Tunnelstrecken sein (z.B. Schattenbf)
- die Zahlen 0, +3, +6 zeigen das Höhenniveau

Alternative Möglichkeit:
Der Hp Kalkdorf wird zum Bf mit 2 Gleisen. Auf einem fährt die Br254 mit den Zementwagen ein und auf dem anderen der Triebwagen.

Danke schon mal für Eure Ratschläge.

Grüße
Andreas

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Re: Kleine Anlage in TT

Hallo Andreas ... und Willkommen im Forum!

Als ich die Anlagenmaße las und deine Wunschliste dazu, war ich sehr sehr skeptisch. Nachdem ich deine Skizze gesehen habe, bin ich nur noch ein bisschen skeptisch.
Zum einen ist der entscheidende (positive) Unterschied deiner Planung zu den KAKTUS-Anlagen, dass du keine gefaltete Acht mit Kreisverkehr machst, sondern einen Point-to-Point-Betrieb von Schattenbahnhof zu Schattenbahnhof.
Ich würde allerdings die »abzweigende Nebenbahn« nicht als solche bezeichnen ... sondern das ist nicht mehr und nicht weniger als ein Gleisanschluss. Dass da auch Personenverkehr (Werksverkehr) abgewickelt wird, ist ja in Ordnung.
Meine verbleibende Skepsis bezieht sich auf die möglichen Gleislängen an den verschiedenen Betriebsstellen, wenn du den Plan mit realistischen Weichenlängen und -abzweigwinkeln zeichnest. Das solltest du tun, bevor man weiter diskutiert.

Von links kommst du gut an die Anlage heran; anders machen die beiden SBs ja keinen Sinn. Andererseit könnte das ja ein Indiz dafür sein, dass vielleicht doch ein bisschen mehr Platz zur Verfügung stehen könnte?! Woher kommt die Maßbeschränkung auf 140 x 70 cm?

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Re: Kleine Anlage in TT

jaffa schrieb:

Hallo Andreas ... und Willkommen im Forum!

Als ich die Anlagenmaße las und deine Wunschliste dazu, war ich sehr sehr skeptisch. Nachdem ich deine Skizze gesehen habe, bin ich nur noch ein bisschen skeptisch.
Zum einen ist der entscheidende (positive) Unterschied deiner Planung zu den KAKTUS-Anlagen, dass du keine gefaltete Acht mit Kreisverkehr machst, sondern einen Point-to-Point-Betrieb von Schattenbahnhof zu Schattenbahnhof.
Ich würde allerdings die »abzweigende Nebenbahn« nicht als solche bezeichnen ... sondern das ist nicht mehr und nicht weniger als ein Gleisanschluss. Dass da auch Personenverkehr (Werksverkehr) abgewickelt wird, ist ja in Ordnung.

OOK.
Meine verbleibende Skepsis bezieht sich auf die möglichen Gleislängen an den verschiedenen Betriebsstellen, wenn du den Plan mit realistischen Weichenlängen und -abzweigwinkeln zeichnest. Das solltest du tun, bevor man weiter diskutiert.

Von links kommst du gut an die Anlage heran; anders machen die beiden SBs ja keinen Sinn. Andererseit könnte das ja ein Indiz dafür sein, dass vielleicht doch ein bisschen mehr Platz zur Verfügung stehen könnte?! Woher kommt die Maßbeschränkung auf 140 x 70 cm?

Dieses Statement von Jaffa unterschreibe ich Wort für Wort. Genau meine Meinung.
Bei der Feinplanung wäre auch auf die Steigungen und Höhen zu achten. Mir sieht es so aus, als käme man mit der Hand nicht zwischen die beiden Schattenbahnhöfe.

"Fast jede Modelleisenbahn ist interessant zu bauen. Das Geheimnis des Erfolges ist, eine zu bauen, die Bestand hat, weil sie gut geplant war." (Tony Koester, Editorial zu Model Railroad Planning 1995)

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Re: Kleine Anlage in TT

Hallo ihr zwei,

ja, mit der Zugriffsmöglichkeit im unteren Schattenbahnhof hapert es. Mmmmh, das Beste, was mir dazu einfällt, wäre ein "Modul" zum Anbauen, so dass der untere Schattenbf leicht nach vorn versetzt zum oberen Schattenbf ist und damit frei zugänglich. Ich probiere mal aus, ob ich es evtl. sogar auf der bestehenden Platte hinbekomme. Danke jedenfalls für den Hinweis.

Zur Info für euch - Die Planung ist "gewachsen". Ich habe mit einem Kaktus begonnen, da ich dachte, dass ein Kreis für meinen Sohn leichter zu händeln ist (schließlich soll er auch mitspielen können). Da ich jedoch einzelne Stromabschnitte erstelle, kann ich den Zug in einem Schattenbf (als Kopfbf) zwangsbremsen und der Zug ist vor dem Herunterfallen sicher. Außerdem ergeben sich erst dadurch die betrieblichen Möglichkeiten.

Die Größe 140x70 habe ich durch eine detaillierte Planung in CAD festlegen können (Bild hatte ich gestern leider nicht zur Hand - sieht aber auch nicht anders aus). Ich habe mich aus Platzgründen für eine angenehm transportable Größe entschieden, da diese Anlage ständig auf- und wieder weggestellt wird.
Die Nutzlängen der Bahnhofsgleise, der Schattenbf und der Abzweigstrecke betragen etwa 45 cm für mind. 3 Waggons und 1 Lok (3 x 9cm + 14cm = 41 cm). Das macht mir schon ein wenig Kopfzerbrechen, wenn es um zweiachsige Rekowagen geht...

Die Radien orientieren sich an den kleinsten Radien der BTTB-Gleise (R=286 mm). Gebaut habe ich bisher mit Flexgleis, was die Radiengrößen schön flexibel gestaltbar macht.  Die Neigungen liegen tatsächlich im Bereich von 5%. Ich habe vorher einen Test an einer Steigung von 8% durchgeführt, der recht positiv ausgefallen ist.

Als Weichen habe ich bisher die kurzen BTTB-Weichen eingesetzt, die ich aber gerade an diesem Wochenende aus einem Bf ausgebaut habe und die durch die kleinste Tillig-Weiche (R=353 mm EW 1) ersetzt werden. Der Längenunterschied beträgt etwa 2 cm, was die Anlage aber in jedem Fall hergibt.

So, erst einmal genug geschrieben...

Bearbeitet von: meinTT - 10.Apr.12 09:49:15

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Re: Kleine Anlage in TT

Hallo Andreas,

mir scheint. du hast aus der verfügbaren Fläche wohl das Optimum herausgeholt; zwei Bahnhöfe, auf denen gekreuzt werden kann, plus ein Werksanschluß mit Haltepunkt - eigentlich Bahnhof, weil dort Züge beginnen und enden können, das ist allerhand.

Allerdings, ein paar Ungereimtheiten darf ich sicher ansprechen. Daß die Nebenbahn nicht gut als solche durchgeht, wurde ja schon erwähnt. Den Betrieb mit Pendelverkehr (vermutlich für die Beschäftigten des Werks) mit dem LVT könnte man sich aber ganz gut vorstellen, nur bräuchtest du eine Möglichkeit, den Triebwagen auch mal abstellen zu können. Das kannst du in Kalkdorf nicht, weil dann das ganze Werk blockiert ist. Und in Seedorf brauchst du beide Gleise zum Kreuzen.
Aber du könntest an das Ausweichgleis nach links noch ein ganz kurzes Gleis anbinden, das für den LVT reichen sollte.
Oder du verwirklichst gleich (oder zusätzlich) die Alternative mit den zwei Gleisen in Kalkdorf.

Bleiben wir bei den Fahrzeugen. Du hast ja in weiser Voraussicht schon die Zuglängen auf 4 Zweiachser begrenzt. Warum muß es dann als Lok ausgerechnet das "Eisenschwein" sein, das mit seinen sechs Achsen auf der Anlage eigentlich nur stark überdimensioniert wirken kann und dich im Vergleich zu einer kürzeren Lok fast einen ganzen Wagen im Zug kostet.
Ich kenne die Szene jedoch lange genug, um zu vermuten, daß es da wahrscheinlich ganz besondere Gründe gibt, denen mit Argumenten nicht beizukommen ist. Daher wollte ich nur erwähnt haben, daß Anlagengröße und Fahrzeuggröße auf jeden Fall voneinander abhängig sind, wenn es ein harmonisches glaubhaftes Gesamtbild ergeben soll.

Frage am Rande: Was bedeutet

Die Strecken gelten als elektrifiziert

Heißt das: Keine Oberleitung? Oder vorläufig keine Oberleitung? Wenn tatsächlich keine Oberleitung, in welcher Stellung stehen dann die Stromabnehmer?
Ganz oben wird aus Gründen des Lichtraumprofils nicht möglich sein, aber auch die angelegte Stellung, die man ohne Fahrdraht gar nicht so einfach hinkriegt, kostet einiges an Höhe, jedenfalls bedeutend mehr als bei Diesel oder Dampfbetrieb. Und „abgebügelt“ wirst du hoffentlich nicht fahren wollen.

Daß eine genauere Zeichnung vor Baubeginn nötig ist, haben die Kollegen schon erwähnt. Du sagtest was von einer CAD Zeichnung, die "auch nicht anders aussehe" - das kann ich nicht ganz glauben, es sei denn du hast mit lauter „splines“ gezeichnet, was aber nicht der Sinn von CAD ist.
Ich denke dabei vor allem an den Bahnhof Kleinberg, der in der Handskizze Weichen mit Neigungswinkel ca 60° bekommen hat. Wenn du hier mit den richtigen Dimensionen arbeitest, dürften die beiden Stumpfgleise ziemlich an Nutzlänge einbüßen. Eventuell könnte die Verwendung von Bogenweichen als Einfahrweichen etwas Nutzlänge bringen.
Sehr empfehlenswert wäre auch das lose Auslegen der vorgesehenen Fläche mit vorhandenen Gleiselementen. Da sieht man recht schnell, was geht und was nicht.

Zum Schluß noch viel Erfolg mit den Schattenbahnhofüberlegungen. Wenn keine Wagen alleine abgestellt werden sollen, könnte die Neigung der Strecke im SB fortgesetzt werden, um die beiden Teile höhenmäßig weiter auseinanderzubringen.

Grüße
Christian

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Re: Kleine Anlage in TT

Hallo Christian,

danke für deine Anmerkungen. Sobald ich Zeit habe, werde ich die CAD-Zeichnung anpassen und vlt. hier darstellen. Geschafft...
Hier ist der CAD-Ausdruck als PDF (hellgrün = Gleise, dunkelgrün=Gleise im Tunnel, braun=Ebenengrenzen)
CAD-PLan

Ich habe 5 Loks, die noch aus DDR-Zeiten stammen und laufen bzw. gerade bearbeitet werden. Weniger als die 5 Loks möchte ich eigentlich nicht einsetzen, da es sonst langweilig wird. Und für neue und kleinere Loks möchte ich eigentlich noch kein Geld ausgeben (das stecke ich lieber in die Anlage und die Instandsetzung der Loks/Wagen). Außerdem gefällt mir das Krokodil.current/big_smile

Ach ja, ich priorisiere momentan den Betrieb, so dass ich mir mit 3 Wagen einen Ganzzug von 700 m Länge vorstelle. By the way: Zum jetzigen Zeitpunkt sind auch keine Landschaftselemente geplant - evtl. später mal (Reduzierung auf das Wesentliche).

Oberleitung: Mmmh, eigentlich hätte ich mir den Satz sparen können. Nein, meine beiden E-Loks haben Stromabnehmer, aber abgesenkt und ich fahre ohne Fahrleitung.

So, ich muss jetzt aber los - "Quirkle" spielen (Empfehlung! - kann man schon gut mit Schulanfängern spielen)

Bearbeitet von: meinTT - 17.Aug.12 16:13:29

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