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22.Dez.09 07:53:52
Bahnhof nach realem Vorbild

Ich werfe noch einen Stein ins Wasser. Den folgenden Plan für Spur Z hatte ich bereits in die Gleisplan-Datenbank eingestellt. Der Bahnhof ist weitestgehend dem Bahnhof Kusel im Zustand von 1902 nachempfunden. Mit der Drehscheibe zum Umsetzen und Wenden der Loks hat der Bahnhof seinen besonderen Reiz. Den wird man nur bedingt diskutieren können ... denn der sah wirklich so aus. current/wink

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplaene3/kusel_end-bf_Z_oben_kl.jpg

Was mich in der Diskussion interessiert, sind zwei bis drei andere Fragen:

1. Sinnvolle oder reizvolle Epochen für Nebenbahnmotive: Wenn ich Anlagen entwerfe, kommt dabei fast immer etwas zwischen Epoche I und früher Epoche III heraus. Epoche IV bis VI würde heißen: die Güterabfertigung der kleinen Bahnhöfe ist zur Bedeutungslosigkeit verkommen, entsprechende Gleisanlagen sind zurückgebaut, Wendezüge oder Triebwagen erfordern keine Umsetzmöglichkeit bei Endbahnhöfen, die Gebäude sind verfallen, abgerissen oder umgenutzt... sofern die Nebenstreke überhaupt noch existiert und nicht bereits stillgelegt ist. Ist das so zutreffend charakterisiert oder übersehe ich da etwas?

2. Point-to-Nirwana-Anlage: Dass der Schattenbahnhof die Funktion der »großen weiten Welt« im Anlagenkonzept übernimmt, ist legitim und und normal. Bei Point-to-Point-Anlagen unter begrenzten Platzbedingungen ist es oft so, dass die Endbahnhöfe optisch zu dicht beieinander liegen. Haltet ihr es für vernünftig, dann konsequent zu sagen: ich konzentriere mich auf einen Bahnhof, der ohne Kompromisse durchgestaltet wird, der andere »fiktive« Endbahnhof wird ins Schattenreich verbannt? ... damit ausreichend Möglichkeiten zum Rangieren vorhanden sind, ließe sich ja – wie im gezeigten Beispiel – ein Industriegleisanschluss vorsehen, der über besser ausgebaute Gleisanlagen verfügt, die fast schon wie ein kleiner Bahnhof aussehen; der Unterschied wäre für mich, dass die räumliche Nähe dieses Gleisanschlusse zum Bahnhof nicht unglaubwürdig wirkt.

3. Wenn der Schattenbahnhof eine Wendeschleife hat, bedeutet das, dass die Züge zwar mit Lok voran zum Endbahnhof zurückkehren, aber eben komplett gewendet und nicht – wie das in der Realität der Fall wäre – nur mit umgesetzter Lok. Würdet ihr da ein Auge zudrücken ... oder eher den Schattenbahnhof als Fiddleyard auslegen, bei dem ein Umsetzen der Lok stattfindet?

Der Schattenbahnhof sieht in der bisherigen Planung so aus:

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplaene3/kusel_end-bf_Z_unten.jpg

21.Dez.09 17:44:03
Wie klein kann eine halbwegs vorbildgerechte Anlage sein?

Hallo Benjamin! Was für eine Frage: natürlich bist du hier herzlich willkommen!
Und wir würden uns freuen, wenn du hier deine Planung zur Diskussion stellst ... und wir werden alles tun, um dich nach Kräften zu unterstützen!

Der hier gezeigte Plan hat ja durchaus eine leichte Hanglage. Ich ergänze in dem Plan bei Gelegenheit die Höhenangaben (das tue ich eigentlich meistens, habe es hier nur irgendwie vergessen). Dann wirkt das Ganze – wie du schon sagst – wohl doch plausibler. (Ich habe in o.a. Gleisplan die Höhenangaben inzwischen ergänzt)

Falls für dich eine Point-to-Point-Anlage in Frage käme, könnte vielleicht der eben eingestellte H0-Plan eine Anregung sein.

21.Dez.09 17:33:49
2 Endbahnhöfe plus Schattenbahnhof

Ich stelle hier einen Gleisplan für die Freunde von Point-to-Point-Anlagen zur Diskussion: ein Nebenstreckenmotiv von Epoche I bis zur frühen Epoche III; damit die Züge angemessen lang zwischen den Endbahnhöfen unterwegs sind, gibt es auf halber Strecke einen Schattenbahnhof.

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplan-forum/PtP1-H0-tillig.jpg

Die Planung für H0 ist mit Tillig-Elite-Gleis ausgeführt, die Anlage hat mit 2,70 x 1,30 m eine Tiefe, die eine Inspektionsöffnung erforderlich macht. Die Lage von Schattenbahnhof und Industriegleisanschluss sparen dafür eine geeignete Fläche aus.

Für P-t-P-Anlagen sehe ich im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: zum einen die weitgehend lineare Anordnung, die zum Beispiel mit relativ geringer Tiefe den Raumwänden folgt (evtl. auch als Regalanlage) oder zum anderen so wie in diesem Planungsbeispiel ein Szenario in bergiger Landschaft bei der es einen "Tal-" und einen "Bergbahnhof" gibt, so dass relativ enge Kurvenradien legitim sind.
Welche Form favorisiert ihr?

20.Dez.09 22:25:02
Anlagenklassiker neu definiert

Pfalzbahn schrieb:


... den letzten Entwurf finde ich schon wesentlich besser!

... aber noch nicht gut (genug)?! Was kann besser werden? Dafür habe ich diesen Thread gestartet!

20.Dez.09 21:25:51
Anlagenklassiker neu definiert

Nun gut, Herbert, ich höre: für dich sind die GAUs bisher doch eher Unfälle als ernst zu nehmende Entwürfe. Aber ich bin ja lernfähig und konstruktive Kritik fällt bei mir immer auf fruchtbaren Boden.

Ich habe also ein paar cm an alle Seiten zugelegt und habe deine Vorschläge in den nächsten N-GAU eingearbeitet:

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplan-forum/GAU-N4-roco.jpg

Auch dieser Plan ist wieder mit Roco-Minitrix-Gleisen geplant; allerdings sollte man bei der Umsetzung dann eher auf Fleischmann- oder Peco-Gleise gehen, damit man auf Kurvenweichen mit polarisierten Herzstücken zurückgreifen kann.

Meine Befürchtung für die weitere Diskussion ist nur: wenn man immer noch ein bisschen mehr an Anspruch drauflegt, geht irgendwann die in diesem Fall gewollte Kompaktheit verloren (ein große Anlage zu planen, halte ich persönlich für einfacher). Aber ich gebe dir natürlich Recht: die vertretbare Maßzugabe wird durch ein Mehr an Frahrmöglichkeiten belohnt.

20.Dez.09 13:49:51
Anlagenklassiker neu definiert

Hallo Hubert,

bei Anlagen dieser Größenordnung habe ich keine hohen Ansprüche an Vorbildnähe ... genau so wenig, wie bei einem Startoval.

Insofern bezieht sich der »höhere« Anspruch eher auf die gestalterische Seite der Anlage: durch die dritte Dimension und die Grundform der Acht hat man doch schon mehr, als einfach nur Züge im Kreis fahren zu sehen.

Bei gleicher Grundfläche könnte ich mir natürlich eine Rangieranlage mit großer Vorbildnähe vorstellen, die dann allerdings auf den Kreisverkehr verzichten muss.
Gerade für viele Newcomer ist aber der geschlossene Kreisverkehr oft ein »Muss«. Um deinen Faden aufzugreifen, könnte eine Konsequenz für Überarbeitungen des Ausgangsentwurfs ja sein, die von dir reklamierten Fehlstellen zu ergänzen und dafür die Maße geringfügig zu vergrößern. Ich denke mal drüber nach ...

20.Dez.09 12:28:36
Anlagenklassiker neu definiert

Es folgt der Super-GAU für Spur TT auf 100 x 90 cm:

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplan-forum/GAU-TT1.jpg

Ich habe es mir gespart, den Plan mit Ausstattung anzuhübschen. Dafür habe ich eine kleine Variation eingebaut, die natürlich auch in anderen Spuren zu realisieren wäre:
Ein Bahnhofsgleis ist auch rechts an die Strecke angebunden. Der Preis für dies Lösung ist allerdings, dass die Gleise im Bahnhof nicht mehr niveaugleich angeordnet werden können, sondern leicht im Gefälle liegen ... sonst klappt es nicht mehr mit den auch in diesem Entwurf eingehalten Bedingungen: kein Radius enger als R2 und Gefälle maximal 3,3 %!

20.Dez.09 11:49:06
Wie klein kann eine halbwegs vorbildgerechte Anlage sein?

Hier also der zweite Versuch:
http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplaene3/N_150x70-2_vis.jpg

Auf den ersten Blick würde ich sagen: deutlichere Verbesserung der Spielmöglichkeiten ... auch die korrigierte Mogel-Doppelstrecke sieht besser aus als befürchtet. Aber wird es nicht schon ein wenig eng im rechten Bereich, wo die Industriegleisschlüsse kurz vor der unteren Tunneleinfahrt enden?
Die DKW bei dem oberen Industriegleisanschluss kann zwar keine Schutzweichenfunktion haben; diese DKW in zwei Einzelweichen aufzulösen, verbietet sich aber wegen der verfügbaren Länge.

20.Dez.09 11:12:35
Wie klein kann eine halbwegs vorbildgerechte Anlage sein?

Einen zusätzlichen Gleisanschluss mit Industrie im oberen rechten Innenbereich zu ergänzen, ist zur Erweiterung der Spiel- und Rangiermöglichkeiten sinnvoll und ohne Probleme machbar. Ohne deinen Impuls wäre ich schon unsicher, ob bereits die Schwelle überschritten ist, an der man den Eindruck hat, die Landschaft wird "mit Gleisen zugepflastert". Diese Ergänzung werde ich in einen veränderten Plan zeichnen.

Der erste Kritikpunkt macht mich allerdings etwas ratlos: dass die "Paradestrecke" eine Mogelpackung ist, das ist mir schon bewusst. Die beiden Gleise in der Horizontalen deutlich voneiander zu separieren, dafür sehe ich keinen Spielraum, weil das zu Lasten der möglichen Radien im Schattenbahnhofsbereich gehen würde.
Denkbar wäre höchstens, dass man das äußere Gleis bereits deutlich früher absenkt, so dass die Gleise zwar in der Horizontalen weiterhin weitgehend parallel laufen, aber links aus einzelnen Tunnelausfahrten herauskommen und sich die beiden Rampen erst im Bereich der rechten Tunneleinfahrt wieder vereinen.
Ich werde diese Änderung bei der Planüberarbeitung ebenfalls einzeichnen. Dann kann man ggfs. für das "kleinere Übel" entscheiden.

19.Dez.09 10:48:27
Anlagenklassiker neu definiert

Nein, keine Angst: hier explodiert nix ... »GAU« meint in diesem Fall: »Gefaltete Acht Universal« – will heißen: ich möchte eine Sammlung für kleine kompakte Anlagen quer durch aller Spuren anlegen. Die »gefaltete Acht« ist in gewisser Weise ein vielfach gezeichneter Klassiker, bei dem auf einer annähernd quadratischen Fläche eine verschlungene Achter-Form realisiert wird. Anders als die typischen »Startovale« hat dieses Anlagenkonzept schon einen höheren konzeptionellen Anspruch.

Wer etwas gegen GAU hat, darf die Anlage auch gerne »KAKTUS« nennen: »Klein-Anlagen-Konzept Testbetrieb- und Spielgeeignet« current/smile
Ich habe eine Vorgabe für Spur N gezeichnet mit Roco-/Mintrix-Gleisen; neben der Acht gibt es einen kleinen Bahnhof und einen Industriegleisanschluss.

http://www.moba-trickkiste.de/images/stories/gleisplan-forum/GAU-N-roco.jpg

Der kleinste verwendete Radius ist R2 und an keiner Stelle ist die Steigung größer als 3,3 Prozent ... allerdings ist die lichte Höhe an der Gleisquerung auf 42 mm reduziert, um das zu erreichen. Diese Höhe reicht für Züge ohne Oberleitungsbetrieb.

In diesem Thread sollen nach und nach Varianten und Optimierungen für diesen Anlagentypus für alle Spuren entstehen. Die Dokumentation wird ergänzt um die WinTrack-Dateien und komplette Stücklisten. auch der hier gezeigte Entwurf läss sich sicherlich optimieren.
Wer zeichnet die Spur-Z-Version? ... die TT-Version? ... die H0e-Version? ... die H0-Version?

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