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Julians Anlage: Spur N mit Modulschnittstelle


Achtung: Baustelle! Betreten auf eigene Gefahr ;-)

Kinder haften für ihre Eltern!

 

julian081210-null-u-gruen.jpgjulian081210-null-u-rot.jpgAnlage in L-Form mit den Schenkelmaßen 240 x 180 cm: Kopfbahnhof an 1-gleisiger Nebenstrecke mit dem Ausschnitt einer zweigleisigen Hauptstrecke. Die Anlage ist von der Epoche zunächst noch nicht festgelegt und ist vorrangig für Diesel-Triebfahrzeuge Epoche 3 bis 5 vorgesehen.

Die Besonderheit: In der Anlage ist eine Schnittstelle vorgesehen, die es erlaubt, 2-gleisige Streckenmodule nach Norm des MEC Kölln-Reisiek zu integrieren.

Das macht Kompromisse notwendig: der Schattenbahnhof kann nur unter dem linken Anlagenteil geplant werden, damit der rechte Teil abgerückt werden kann. Das was auf den ersten Blick wie eine doppelgleisige Paradestrecke aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als "Modelpackung": nur der untere Strang ist tatsächlich in voller Länge befahrbar, der obere Strang endet bzw. beginnt in dem Industriegleisanschluss bzw. dem Sägewerk am rechten Anlagenende.


Der geplante Kopfbahnhof hat zwei Bahnsteiggleise (1 und 2) ... während ein Zug einfährt, kann ein zweiter abgefertigt werden und losfahren. Die Loks einfahrender Züge werden auf Gleis 2a ausgezogen und können über Gleis 1 bzw. 2 den eingefahrenen Zug umfahren. Güterzüge fahren über Gleis 2 ein, werden bis Gleis 2a vorgezogen und dann -- eventuell geteilt -- auf Gleis 3 und 4 zum Entladen zurückgedrückt. Die Lok ist dann wieder frei und kann über Gleis 2 ausfahren, um z.B. zum Lokschuppen zu fahren.

Die "halbe" Paradestrecke ist sicherlich ein kleiner Kompromiss, aber die Optik der Streckenführung mit dem großzügigen Kurvenverlauf ist einigermaßen stimmig. Abgesehen vom Industriegleisanschluss, wo der Radius bis auf R1 hinuntergeht, gibt es in einem Bogen R2, ansonsten alles R3 und größer. Die Steigungen sind mit maximal 3 Prozent berechnet.

Für die Planung sind Weichen und Flexgleise PECO Code 55 und Conrad Unterflurantriebe vorgesehen.

 

Baubeginn (Weihnachten 2008): Rahmen- und Spantenkonstruktion

julians-spanten.jpgspanten-links.jpgAuf dem Gleisplan sind die Spanten angezeichnet und die jeweiligen Schnittpunkte der Trassen mit den Höhenangaben bezogen auf die Nullebene markiert.

Danach haben wir dann die Spanten vor der Montage mit den entsprechenden Ausschnitten ausgesägt (10-mm-Pappelsperrholz).

 

Anschließend erfolgt das Leimen und Verschrauben der gesamten Rahmenkonstruktion. Außenrahmen jeweils aus 12-mm-Multiplex, Spanten und Aussteifungen aus 10-mm-Pappelsperrholz. Am Ende des ersten Montagetages sieht die Baustelle so aus:

julian-links_081227a.jpgjulian-rechts_081227.jpg Das Mittelsegment wurde bereits separat vorbereitet: neben dem Verleimen der Rahmenelemente wurden auch bereits Styrodurklötze für die Gestaltung der Felsen mit Montagekleber eingesetzt und die Grobgestaltung der Landschaft vorgenommen. Für den Taleinschnitt sind bereits die Brückenköpfe gesetzt - ebenfalls aus Styrodur geschnitten und mit eingeritzter Steinstruktur versehen; anschließend mit stark verdünnter Acrylfarbe behandelt und dann mit Montagekleber eingesetzt.

julian-mitte01.jpgmittelmodul_rohbau_01.jpgjulian-mittelmodul_081225b.jpg

julian-bruecke1.jpgjulian-bruecke2.jpgjulian-bruecke3.jpg

 

Und dann musste eine Brücke her! Mit solch sanft geschwungenen Kurvenverläufen gibts da nix fertig zu kaufen, deshalb ist Selbstbau angesagt aus Polystyrol und ein paar Resten von Faller-Auffahrtrampen. Alles andere ebenfalls aus der Bastel- und Restekiste: Faller-Geländer, Laufstege aus 0,8-mm-Birkensperrholz, Bretterstruktur eingeritzt, Abdeckung zwischen den beiden Gleissträngen aus feinmaschigem Stahlgewebe:

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julian-bruecke14.jpgjulian-bruecke16.jpgjulian-bruecke17.jpgjulian-bruecke18_gr.jpg

 

julian-trassen_090409_kl.jpgZwischen Jahresbeginn und Ostern 2009:

 

Beim Aufbau der Rahmen-/Spantenkonstruktion wurde auch gleich erste Trassenabschnitte verlegt, die dann -- auf dem linken Segment bis an den Beginn der Hochebene -- bis Ostern von Julian und Ronald komplettiert wurden. Die Platte für die Hochebene, auf der später der Kopfbahnhof entsteht, soll erst montiert werden, wenn alle darunter befindlichen Gleis- und Verkabelungsarbeiten abgeschlossen sind.

 

Zweiter Bauabschnitt: Ostern 2009

 

Planungsgemäß wurde von Donnerstagabend bis Montagvormittag im 3er-Team an der Anlage gewerkelt. Ausgehend von der Nullebene des linken Anlagenschenkels haben wir uns mit dem Verlegen von Flexgleisen und Weichen (alles Peco Code 55) nach oben und nach unten ins Schattenreich vorwärtsgearbeitet. Freitagabend waren die Gleise nach oben bis kurz vor Beginn der Hochebene verlegt und nach unten bis zur ersten Schattenbahnhofsweiche.

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Julian hat sich als Experte im "Zerstören" von Peco-Weichen profiliert: Herzstücke mit Laubsäge und Metallsägeblatt abtrennen, Feder ausbauen und eine Lücke in den Schwellenrost auf der Unterseite für das Anbringen von Lötbrücken schneiden.

 

 

 

Am Samstag und Sonntagvormittag (kurz unterbrochen durch das Ostereiersuchen :-) wurden die Gleise im Schattenbahnhof komplettiert. Und beide Gleisstücke bis zur Modulschnittstelle wurden verlegt. Sonntagnachmittag begann die Montage der Weichenantriebe (Conrad). Von den elf in diesem Bauabschnitt verlegten Weichen wurden vier Weichen als Oberflurweichen verlegt: im Schattenbahnhof aus Gründen der besseren Zugänglichkeit und an einer Stelle, wo es sonst mit der lichten Höhe des Schattenbahnhofs eng geworden wäre. Aus Federstahldraht wurden dafür spezielle Führungen gebogen, die mit einem federnden Zwischenelement sicherstellen, dass die Antriebe sicher bis in die Endlage schalten.

julian-sch-bhf_090412_kl.jpg julian-w-antrieb_090413.jpg

Ab Sonntagnachmittag wurden die Gleisabschnitte verdrahtet, d.h. alle Stromzuführungen wurde bis zu den entsprechend beschrifteten Lötleisten geführt. Da die Schalttafel noch nicht existiert, wurden zum Testen der Gleisabschnitte zunächst einmal alle Gleisabschnitte provisorisch auf eine einzige Stromeinspeisung zusammengeführt.

Eigentlich sollte noch Sonntagabend die erste Testfahrt stattfinden. Auf Grund eines vertauschten Pols bei einem der verlöteten Gleisabschnitte und der dann beginnenden Suche nach der Kurzschlussquelle, musste die Testfahrt noch bis Montagfrüh warten.

Bis auf einige Weichenstelldrähte, die noch gekürzt werden mussten, waren die Testfahrten erfolgreich. Allerdings gibt es noch an einer Stelle Korrekturbedarf: bei dem innersten Schattenbahnhofsgleis ist der Kurvenradius so eng geraten, dass die zum Test eingesetzte KATO BR 110 regelmäßig mit dem vorderen Drehgestell aus dem Gleis sprang. Erfreulich war auch, dass die Steigung der Rampe zum Hochplateau sich als praktikabel erwies: sie konnte von der BR 110 und angehängten Güterwagen bis zu rund 40 Achsen problemlos befahren werden.

Montagvormittag wurde noch die Modulschnittstelle auf dem rechten Segment eingebaut ... dann war erstmal Schicht im Schacht. Hier der abschließende Zustand dieser Bauphase:

julians-anlage_090413a_kl.jpg julians-anlage_090413b_kl.jpg

Aufräumen, Werkzeug verpacken ... und noch die letzten Fotos: Julian mit Anlage und das komplette Dream-Team ...

julian-vor-anlage_090413_kl.jpg julians-bauteam_090413_kl.jpg

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

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Weiterarbeit nach Ostern

Inzwischen ist die Schalttafel vorbereitet ... die demnächst in der bewährten Art per Farblaserdrucker ausgedruckt, dann auf 3-mm Forex aufkaschiert und vorderseitig mit Schutzlaminat beschichtet wird. Anschließend werden die Bohrungen für Schalter und LEDs ausgeführt und die Tafel kann mit Schaltern bestückt und verdrahtet werden.

 

Und einen ersten Vorgeschmack, wie dann zukünftig der Fahrbetrieb aussehen kann, wenn Julian und Jürgen ihre Anlagen verbinden, vermittelt der kombinierte Plan:

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8. Mai: Schaltpult vorbereitet

Die Schalttafel ist ausgedruckt, selbstklebend beschichtet, vorderseitg mit Schutzfolie versehen und auf eine 3-mm-Bastelplatte (Forex o.Ä.) aufgezogen. Dann wurden die 6-mm-Bohrungen für Weichenschalter, Stromabschnitts- Schalter und Leuchtdioden der Gleisbesetztmelder gebohrt. Parallel erfolgte die Montage des Rahmens: 8-mm-Pappelsperholz, bei diesem relativ großen Pult (31 x11,5 cm) in der Mitte einmal versteift. Um diesen Rahmen ist eine Blende aus 0,8-mm-Birkensperholz geleimt. Diese Blende wird dann matt grau lackiert. Diese Blende steht nach oben 3,5 mm über, so dass die Schalttafel seitlich komplett eingefasst ist (linkes Bild). Anschließend wird die Platte ins Gehäuse eingepasst (Mitte) und dann mit Schaltern und Leuchtdioden bestückt (rechts Bild) -- Demnächst wird die Verdrahtung vorbereitet ...

schaltpult_10kl.jpgschaltpult_11kl.jpgschaltpult_12kl.jpg

 

Fortsetzung folgt ...

 

Ostern 2010: Weiterbau nach längerer Durststrecke …

Nächstes Wochenende soll es mit dem Anschließen der Weichen und Stromabschnitte weitergehen. In Vorbereitung dafür musste das Gleisbild-Stellwerk verdrahtet werden. Das ist inzwischen geschehen; drei 25-polige Steuerkabel mit 0,14 qmm-Querschnitt sind angeschlossen. Für die Weichen wurde ein Draht geschaltet, für die Fahrabschnitte wurden jeweils zwei zusammengefasst.

julian-schaltpult_20kl.jpgjulian-schaltpult_21kl.jpg

 

Tipps, Tricks und Informationen für anspruchsvolle Modellbahner

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