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09.Nov.10 16:35:31
ehemals: Fantasielandschaft in Spur N

smartfahrer schrieb:

Ich hab mal 2 Alternativen gemalt, gelb parallel mit der Hauptstrecke um den großen Kreisel und dann langsam den Berg hoch oder grün von oben herum in den Berg.

Beides ist denkbar. Ein Kriterium könnte sein: wie und wo genau wird der Gleisanschluss im Bahnhof angebunden? Der Anschluss (Schutzweiche nicht vergessen!) muss sich auf der Seite befinden, wo auch die Rangiergleise sind, damit man dort die Trennung der für den Anschluss vorgesehenen Waggons vornehmen kann und umgekehrt, Züge für den Abtransport zusammenstellen kann.

Andere Frage, wie lang sollten im Modell die Bahnhöfe sein?

Einfache Antwort: so lang wie möglich! Durchschnittliche Gleislängen von 600 Meter machen im Maßstab 375 cm. Bei deinem relativ großzügigen Platz würde ich auf keinen Fall die Nutzgleislänge unter 200 cm machen.

Dankeschön, Carsten! In der Tat: eine schöne anschauliche Sache. Dass die Streckenführungen der Bahn genau so laufen mussten und nicht anders, vermittelt sich im wahrsten Wortsinn "sehr plastisch"!

Wie bekommt man das Vorbild ins Modell? ... wenn die Vorbildtreue über Gleisführung, Bahnhöfe und Ausgestaltung hinausgehen soll, und außerdem Betriebskonzept bis hin zu Abläufen und Signalanlagen einschließen soll, dann wird  es rar mit dem publizierten Materialien und Anregungen.
Nun gibt es einen Planungsthread »Georgenthal (Thür)« im H0-Forum, der ganz »harmlos« mit der Diskussion eines Gleisplans anfing ... und sich dann zur allumfassenden Planung auswuchs.

Auf einer Fläche von knapp 4 x 4 Meter (plus Schattenbahnhof im Nebenraum) wurde dort eine Planung für eine Anlage entwickelt, die den Bahnhof Georgenthal in Thüringen als betriebliches Zentrum hat.

Neben dem Plan von Threadstarter Frank (Opelfahrer) ... steuerten insbesondere Mark Stutz (Plan v. 8.9.) und Frank Wieduwilt (Plan v. 14.9.) ihre Planungen zur Diskussion bei; wesentliche Planungsimpulse kamen darüber hinaus von Micha (Nebenbahner aus Sachsen).

Aber die Gleisplanung ist ja, wie bereits gesagt, nur die Spitze des (Gl)eisberges: im weiteren gibt es

    • (Original-)Kursbuchauszüge

    • Grafische Fahrpläne, Umlaufpläne

    • Lokbestand des BW Gotha

    • Netzplan der Strecken rund um Georgenthal

    • Höhenprofil der Strecke

    • Plan mit Fahrzeiten

    • Auszüge aus Dienstvorschriften und Signalbuch der DR

    • Zugzusammenstellungen inkl. Güterzüge

    • Bahnhofsdatenblatt inkl. ein-/ausgehende Ladegüter mit Wagengattung und -Frequenz

    • Signalplan und Verschlussplan


Hut ab vor der geballten Planungskompetenz! Ein beeindruckendes Gesamtergebnis, das ich mit der Akribie und Qualität so noch nicht gesehen habe.

07.Nov.10 21:12:14
ehemals: Fantasielandschaft in Spur N

smartfahrer schrieb:

... Oder sollte der Gleisanschluss besser aus dem Bahnhof zu Sägewerk gehen?

Betriebstechnisch wäre das bei der relativen Nähe zum Bf. wohl die beste und sauberste Lösung: von einer Hauptstrecke einen Gleisanschluss abgehen zu lassen und diese auch noch zu kreuzen ... das würde man vermutlich zu vermeiden suchen.

Am besten wäre es, von den Rangiergleisen im Bf. ein drittes Gleis parallel zur Hauptstrecke bis zum Gleisanshluss zu führen.

07.Nov.10 17:08:43
ehemals: Fantasielandschaft in Spur N

Hallo Manuel,

gefällt mit viel besser so! Allerdings würde ich den Bahnhof auf der Zunge eher auf der linken Seite platzieren; für mein Empfinden käme er da besser zur Geltung. Da die Zunge nicht rechtwinklig in den Raum ragt, kommt er mir rechts ziemlich eingeklemmt vor.

smartfahrer schrieb:

..., obwohl man dort schön Züge rangieren könnte

Wenn du im Bereich der Zunge noch einen oder zwei Gleisanschlüsse einplanst, dann gäbe es am dortigen Bahnhof genug Möglichkeiten für Rangiertätigkeit. An solchen Stellen würde ich mich durchaus auch vom Vorbild lösen ... ein Sägewerk oder ähnliche Anschlüsse passen dort allemal hin!

07.Nov.10 12:24:46
ehemals: Fantasielandschaft in Spur N

Carste-N schrieb:

... Dennoch würde ich spontan auf einen Bf verzichten, zu Gunsten etwas längerer Streckenabschnitte.

Es ist schon putzig! Cartsen, genau das war auch mein erster Eindruck. Ich würde der Anlage etwas mehr Streke gönnen. Momentan ist es so, dass Züge, die aus einem Bahnhof ausfahren, gleich wieder im nächsten ankommen.

Zudem ist der Bahnhof ganz rechts nur in schematischer Darstellung abgebildet. Mit realistisch gezeichneten Weichenfeldern und Bahnsteiglängen bekommt der schnell die doppelte Länge. Auch wenns weht tut: mit diesem Bf. ist die Anlage vermutlich überfordert. Entweder kräftig abspecken oder weglassen ... und den Bf. vom unteren Schenkel dorthin verschieben, damit man dort Strecke pur hat.

06.Nov.10 15:39:32
Inspiriert von Sir Arthur Heywood

Na, dann mal los ... und mit dem Bau beginnen!

Eine Kleinigkeit würde ich allerdings noch berücksichtigen: schau, dass du zumindest eine der Betriebsstellen, wenn nicht sogar beide, leicht drehst, so dass die Gleise nicht ganz Kantenparallel laufen. Drei bis fünf Grad reichen schon vollkommen aus, um die Gleisführung es aufzulockern.
Ich hatte bei meinem Entwurf die Verladestelle um drei Grad gedreht (hätten noch zwei mehr sein können) und beim Bahnhof geht das Ladegleis schräg ab, um diese Auflockerung herzustellen. Es ist sonst arg geometrisch.

Noch eine Ergänzung in Sachen Schattenbahnhof: zum einen kann man nie genug SB-Gleise haben! Drei scheint mir etwas knapp zu sein. Zum anderen sollten die Nutzgleislängen so groß wie irgend möglich sein ... mindetens müssen sie die Nutzgleislängen des Bahnhofs haben. Mehr ist besser, weil man – anders als im sichtbaren Teil – mit Halteabschnitten arbeiten muss und nicht knirschend jeden cm ausnutzen kann.

Hier sind zwei Varianten für eine Optimierung. Gezeichnet ist jeweils der komplett im Tunnel verdeckte Teil; da in den Kurven mit R2 gearbeitet wurde, sollten diese Gleise nicht sichtbar sein:

http://www.moba-trickkiste.de/components/com_agora/img/members/2/Schattenbahnhofsvarianten-für-Stefan-Spur-N-200x90.jpeg

Die obere Variante hat 5 Gleise, die untere nur 4 ... aber alle mit identischer Länge, was den Betrieb in der Regel vereinfacht.

Hallo Stefan,

ein »nackter« Plan ohne Kommentare deinerseits ist immer schwer zu beurteilen. Jedes Gleis und jede Weiche müssen von ihrem Verwendungszweck her begründet sein; da habe ich beim zweiten, unteren Plan so meine Zweifel, ob das gelingt. Das sieht mir teilweise etwas beliebig und durcheinander aus. Zwar ist es ganz schön, dass der Bf. nicht mehr parallel zur Anlagenvorderkante liegt ... aber der Preis dafür ist zu hoch: das Geschlängel an der rechten Bf.-Ausfahrt gefällt mir gar nicht. Und was für einen Zweck hat die zusätzliche Weichenverbindung im Schattenbahnhof?
Ich sehe bei diesem Plan keine Verbesserung gegenüber der Winterplan-Adaption.

Nun zum ersten Plan: Es wäre hilfreich, wenn du die Gleise die auf einer höheren Ebene liegen, anders einfärbst, dann kann man den Plan schneller erfassen. Da wir das Vorbild kennen, ist es hier gerade noch nachvollziehbar.

Die Stichstrecke, die nach oben führt, ist in der Linienführung nicht optimal: durch den zusätzlichen Schlenker hast du unnötigerweise rechts einen sehr kleinen Kurvenradius. Die ursprüngliche Streckenführung wirkt da viel großzüger und eleganter. Der Schattenbahnhof lässt sich noch optimieren; ich mache dazu bei Gelegenheit eine Skizze. Das Stumpfgleis oberhalb vom Bf. ist nur aus Richtung Bergstrecke anzufahren. Welche Funktion hat das?

Noch einmal zu meiner Aussage »Jedes Gleis und jede Weiche muss begründet sein«: Ein kleiner Nebenstreckenbahnhof braucht mindestens zwei Durchgangsgleise, um Zugkreuzungen zu ermöglichen, evtl. noch ein weiteres Durchgangsgleis für gleichzeitige Überholungen. In diesem Beispiel dient das dritte Gleis zugleich zum Rangieren und es ist dort auf der rechten Seite ein Ladegleis mit Güterschuppen, auf der linken Seite ein Gleisanschluss für einen Betrieb oder ein Freiladegleis angebunden; die Weichen zum mittleren Durchgangsgleis können zugleich die Funktion von Schutzweichen übernehmen. Wenn viel Güterverkehr dort stattfindet, kann der Rangierbereich ausgeweitet werden ... wenn – wie in diesem Fall – eine weitere Strecke abzweigt, braucht man in jedem Fall ein drittes Durchgangs-/Bahnsteigsgleis.
Insofern wäre es vielleicht besser, das jetzige Stumpfgleis innen entweder wegzulassen oder parallel zu den anderen Bahnhofsgleisen zu führen und dann stumpf enden zu lassen oder nochmal anzubinden.

03.Nov.10 20:02:59
Inspiriert von Sir Arthur Heywood

Hallo Matthi,

Frage zu deinem jetzt für H0 umgemünzten Gleisplan: mit welchem Gleismaterial planst du? Dann kann ich bei eventuellen Versuchen zu Varianten mit korrekten Vorgaben arbeiten.

Zu deinem Plan: Im Prinzip kann man das so machen. Es gibt nur zwei Sachen, die mich stören:

1. Die Umfahrung am Industriegleisanschluss ist viel zu knapp! Da kann ja gerade mal eine einzelner Waggon umfahren werden. Ich würde die rechte Weiche bereits eine Gleislänge früher in dem Rechtsbogen platzieren (also eine rechts abgehende Weiche), dann hast du die Länge der zu umfahrenden Waggons verdoppelt. Ein Industriegebäude würde ich nicht an die Anlagenvorderkante, sondern als Halbrelief an die Hinterkante setzen. So verdeckst du deine Strecke nicht und hast gleich einen perfekten Anlagenabschluss nach hinten.

2. Auch die "Schattenbahnhofsgleise" sind mir zu kurz! Auch hier wäre es kein Problem, die Tunneleinfahrt und damit die Weiche vorzuverlegen; der Kurzzug verschwndet dann 3 Sekunden früher im Tunnel ... aber du kannst wenigsten einen Kurzzug vernünftig abstellen.
Wieviel Strecke ist denn nach derzeitigem Planungsstand auf diesen Abstellgleisen? ... und was passt da drauf? Addiere wirklich mal die LüP der vorgesehenen Loks und Waggons ... addiere noch eine Loklänge Durchrutschweg/Reserve ... dann wirst du sehen, dass das verdammt knapp ist.

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