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Hallo Sarah,

Schön, dass du auch in der neuen Wohnung einen Platz für die Moba finden konntest - nach dem Motto "Raum ist in der kleinsten Hütte". Allein, Hamburg Altona geht auf 70x230cm wirklich nicht current/sad Ich hatte seinerzeit auch nicht mehr Fläche, und baute deshalb 40cm in die Höhe. Herausgekommen ist das da - das Konzept bewährt sich bis heute, und wurde bei mehr Platz erweitert. Mein Beispiel soll zeigen, was auf deiner Fläche möglich ist.

Ich könnte nicht leben mit "mehrheitlich funktionslosen" Segmenten - Aufwand und Ertrag stünden für mich in keinem Verhältnis. Für mich ist das Ziel immer eine funktionierende Anlage.

Somit bleiben noch zwei Möglichkeiten:

1) Hamburg Altona wird ins "Schattenreich" gezügelt und im sichtbaren Bereich wird nur ein nachfolgender Vorbahnhof deiner Wahl dahrgestellt.
Vorteil: Der sichtabre bereich kann glaubwürdig gestaltet werden.
Nachteil: Altona findet nur noch "im Kopf" statt

2) Du entschliesst dich, mit "Altona" von Ausstellung zu Ausstellung zu tingeln. Hierfür schliesst du dich am besten einer bestehenden Modulgruppe in deiner Nähe an. Das gibt vielfältige Synergieeffekte. Und dann baust du Altona in leicht transportabler Form (Tipp: 120cm Länge kriegt man noch quer in einen VW Transporter) zu Hause auf - deine Moba-Ecke wird dann ausschliesslich als Werkstatt benutzt.

Ich weiss nicht, welche Variante ich persönlich wählen würde. AM befriedigendsten ist es für mich, mit meinen Modulen, die ich auch zu Hause aufstellen kann, gelegentlich an Treffen und Ausstellungen zu tingeln, wo wor miteinander etwas Grosses aufbauen, was die Möglichkeiten des EInzelnen übersteigt.

Felix

17.Okt.11 21:36:03
300 m² LEGO Eisenbahn-Netz

Freut mich, wenn ich dir weiterhelfen konnte. Zwei Dinge möchte ich noch kommentieren:

ZueriHB schrieb:

Am Signalsystem, Rückmeldung etc zerbreche ich noch den Kopf über das WIE

Eigentlich bin ich ja bekennender Analogbahner mit einer Abneigung gegen Computer im Modellbahnzimmer. Aber wenn ich so ein Monstrum bauen müsste, würde ich sofort ohne Zögern eine Computersteuerung mit digitalen Weichendecodern etc. verwenden. Das ist heute die Standardlösung aus Standardkomponenten für diese Aufgabe. Es gibt auch noch - im Grunde als "Relikt aus der Vorzeit" - MpC von Gahler+Ringstmeier. Das ist wirklich gut und war die erste Computersteuerung, die nicht nur Weichen stellte, sondern auch von Anfang an gesicherte Fahrstrassen einstellte und somit die Aufgabe "ganzheitlich" anging. Nachteil: Proprietäre Hardware.

Beide Konzepte basieren aber darauf, dass der Fahrstrom durch die Schienen kommt, die Schienen somit leitend sind und elektronische Belegtmelder auf Stromfühlerbasis verwendet werden können. Mit Lego PF funzt das so nicht. EInerseits müsstest du "Achszähler" zur Freimeldung verwenden, anderseits muss der Rechenknecht den PF-Sender kontrollieren. Für beides wäre kompletter Selbstbau angesagt current/sadno

Per zufall sind wir dann auf diesen grossen Hobby-Raum gestossen. Und da dachten wir uns: "Hey, wenn wir schon den Platz dazu haben, warum nicht?"

Das ist ein sehr gefährlicher Ansatz. Marty McGuirk, Redaktor des Model Railroader Magazins, schrieb einst:

"Viele Modellbahner ignorieren im Planungseifer, einen neu ergatterten Raum mit Eisenbahn zu füllen, dass man leicht bei einem Ungeheuer enden kann, das nichts tut, außer dort zu sitzen und dabei die Familie ärgert, Zeit, Kraft und Geld frisst und nur wenig zurückgibt.

Mehr abzubeissen als man kauen kann, ist eine reale Gefahr, über die man ernsthaft nachdenken sollte. Es gilt, alles zu bedenken: Die Landschaft, Gebäude, Brücken, die Lokomotiven, das Rollmaterial. Dann muss auch an das "wirkliche Leben" gedacht werden - das Leben jenseits der Modelleisenbahn, wo drei SEHR lebhafte Kinder quengeln und all die anderen Interessen und Verpflichtungen.

Man kann sich entscheiden, dass man trotz großem Verlangen einfach nicht die Mittel für eine große Anlage hatte. Zu viele Anlagen sind nicht mehr als Bauruinen, einige grandiose Pläne und Handbewegungen von "was sein wird". Wer eine Großanlage in Angriff nimmt, sollte sich viel Zeit nehmen und das Projekt gründlich durchdenken. Man muss mit sich selber ehrlich sein in Bezug auf Zeit, Mühe und Kosten, die es bis zur fertigen Eisenbahn aufzuwenden gilt.

Wer denkt, dass er eine Großanlage zu Ende bringen kann, sollte es tun. Ansonsten sollte man nicht zögern, eine kleinere Anlage zu bauen. Der Bau einer kleinen Anlage ist besser als gar nichts zu tun. Und eine gut durchdachte, liebevoll gestaltete kleine Anlage ist besser als ein ganzes Haus voll Sperrholz."


Dem kann ich eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Höchstens, dass eine grosszügige L-Spur-Anlage auch dann viel Platz braucht, wenn sie mit weniger Weichen auskommt.

Felix

15.Okt.11 20:37:50
300 m² LEGO Eisenbahn-Netz

Hallo Marcel,

ich habe mich auch mal wieder hierher "verirrt" und dein Avatar-Bildchen mit der Lego-S-Bahn gesehen. "Spannend", dachte ich und las mich in den Faden ein. Lego mochte ich immer als Kind, habe bis sehr weit in die Teenagerjahre hinein die ganze Welt gebaut und ich mag Lego immer noch. Nun bin ich Vater dreier Kinder, und es ist nicht so klar, wer bei uns zu Hause am meisten Spass an den Kunststoffklötzchen hat current/big_smile

Zu deinem Projekt: Was dir vorschwebt, ist eigentlich keine Modellbahn, sondern eine Eisenbahnsimulation von eher gigantischem Ausmass (hat nichts mit dem Massstab zu tun) und das Ganze aus Lego gebaut.

Mit Verlaub: Ich denke, mit dieser Kombination von Vorgaben wird das eine Totgeburt.
Begründung:


  • Die Anlage ist zu gross, du kannst sie alleine nicht vernünftig betreiben

  • Das Potential an genügend "verrückten" Mitspielern, die sich "Dienst nach Vorschrift" (im besten Wortsinn) antun wollen, ist beschränkt

  • Die "Verrückten", die sowas wollen, wollen nicht Lego spielen, sondern suchen eher eine "richtige" Anlage à la ETH

  • Ich zweifle nicht, dass du die Anlage absolut erstaunlich und in der Lego-Welt einzigartig realisitsch hinkriegen wirst. Aber die Limiten und Grenzen des Lego-Systems bleiben - Beispiel Weichengeometrie (wie bereits angesprochen), darüber hinaus Anzahl verfügbare Radien etc.

  • Im Übrigen frisst eine 300m2 Anlage riesige Mengen von Geld und Zeit - Lego ist hier keineswegs kostengünstiger als eine "klassische" Modelleisenbahn. Rechne doch mal aus, wieviele "Café Corner" und "Green Grocer" du da aufstellen musst, bis die Flächen rund um die Bahnhöfe auch nur ein ganz klein wenig "möbliert" aussehen

  • Das meiste Geld aber wirst du in die Signaltechnik stecken. Denn wenn du die Signaltechnik "wie echt" machen willst, dann brauchst du im Prinzip auch Stellwerke, die Funktionen "wie echt" bieten - und das kostet einfach seinen Preis, auch wenn man "nur" Modellbahntechnik verwendet und keine Originalstellwerke.



Nun habe ich Gründe aufgezählt, warum es "nicht geht".

Damit habe ich keinesfalls gesagt, das wird nichts. Nur: SO wird das nichts. Die Frage, die ich dir stellen will, ist daher:

WIE könnt ihr es anpacken, dass es etwas wird?

Ich nehme an, du hast den Artikel vom Kreisverkehr zum Betriebserlebnis bereits gelesen. Darüber hinaus hier ein paar Stichworte zum weiterdenken:

  • Hast du die zu erwartenden Kosten kalkuliert?

  • Wieviel Zeit und Geld kannst du pro Monat in die Anlage investieren?

  • Wieviele Züge sollen fahren, wenn du allein unterwegs bist?

  • Falls es mehr als ein Zug sein soll: Wer steuert den zweiten und weitere Züge?

  • Wieviele Mitspieler stehen realistischerweise zur Verfügung? (ohne Wunschdenken bitte)

  • Etappierbarkeit: wird von Lego wunderbar unterstützt, muss aber auch schon in der Planung bedacht werden.

  • Und die Wichtigste Frage: Geht es dir wirklich um die Eisenbahnsimulation? Oder am Ende um etwas ganz Anderes - z.B. einen tollen Auslauf für deine schönen Züge?



Ich hoffe, du erträgst, dass ich kein Blatt vor den Mund genommen habe.

Felix
Modellbahner und Gelegenheits-AFOL

Hab da was gefunden: HH-Altona in 1:220
Mehr Info hier und hier

Felix

Sehr schön! Wirklich sehenswert. current/applaus

Bloss eine hab ich noch... vier Schnitte ergeben fünf Segmente. Es ist die gleiche Thematik wie beim Zäune bauen: Wieviele Pfosten brauchst du für 4m Zaun, wenn du alle 1m einen Pfosten setzt?
Merke: Die Mathematiker beginnen beim Zählen immer bei Null current/lachlach

Felix

Bin (fast) einverstanden. Noch ein paar Ergänzungen:

- Weichen ausbauen funktioniert nicht mit motorisch angetriebenen Peco Code 55 Weichen. Ich würde daher eher die Trennkante genau auf den Stoss zwischen zwei Weichen legen. Bei Schnitt 2 müsste das ca. 5cm weiter links möglich sein.

- Bei Gleisen, die die Segmentkante "flach" schneiden (also im Winkel < 45°), kann das Trassebrett an der Segmentkante auch "eckig" geführt werden. Daraus resultiert ein mehr oder weniger rechtwinkliger Übergang im Bereich des Trasseebretts.
Herausnehmbare Gleise halte ich für zuverlässiger, aber eben, fürs Herausnehmen und hineinsetzen muss man erst mal hinkommen mit den Händen.

- Die maximale Segmentlänge ist durch die lichte Weite des Treppenhauses beschränkt. Dort muss auf den Plattformen gewendet werden können. In meinem Haus misst das Treppenhaus 2.80m. Da konnte ich mit meinem Grundrahmen (236x52x8cm) gerade noch wenden.
Ich würde daher den Schnitt 4 ausführen, wenn es irgend möglich ist.

Felix

Magic-Sarah schrieb:

würde ich sagen, das die einzelnen Segmente nicht größer als 100x70cm sein sollten. Sind die Maße sinnvoll?

...wichtiger wäre mir, dass die Trennungen an "sinnvollen" Orten erfolgen - also da, wo möglichst wenig Gleise und möglichst keine Weichen getrennt werden müssen. Die effetkive Länge ist zweitrangig. Die Anlage geht ja nicht alle vier Wochen auf eine Ausstellung, sondern muss nur umzugsfähig sein.

Wenn ich mir den Plan so ansehe, drängt sich eine Länge von 125cm auf... Plusminus 20cm, damit die Trennung am sinnvollsten Ort stattfinden kann.

Carstens Vorschlag von unterschiedlichen Trennungen oben / unten weitergedacht führt mich zur Idee, die untere und obere Ebene als komplett eigenständige "Anlage" zu bauen. Beim Hauptschenkel ergibt dies also 3 Segmente oben und drei Segmente unten. Das hat - nebst der freizügigeren Trennmöglichkeiten - den Vorteil, dass insbesondere bei der oberen Ebene die Elektrik konkurrenzlos praktisch gebaut werden kann: da kommen nämlich dann keine Trassen der unteren Ebene in die Quere.

Daraus ergibt sich die Frage, wie die obere Ebene abgestützt werden soll. Hier muss noch etwas nachgedacht werden, aber im Endeffekt wird es wohl nicht viel anders werden als wenn untere und obere Ebene fix zusammengeschraubt sind.

Felix

12.Feb.11 21:23:20
Mein erster brauchbarer Entwurf - lässt er sich auch umsetzen?

Ich schliesse mich Carsten an. Auch wenn du gern rangierst - ein wenig Streckenfahren gehört dazu. Und da dies nur auf der Nebenstrecke möglich ist, wird der grosse Bahnhof möglicherweise ganz schnell keine Rolle mehr spielen. Also könntest du ihn auch von Anfang an weglassen und dafür den Nebenbahnhof noch um zwei Anschlussgleise erweitern.

Man könnte den grossen Bahnhof auch in einen zweiten (kleinen) Durchgangsbahnhof an der Nebenstrecke umbauen.

Wenn du den grossen Bahnhof behalten willst, rate ich dir dringend: Definiere für jedes Gleis, jede Weiche die Funktion. Alle Elemente, bei der dir keine Funktion einfällt, lässt du weg. So ist Gewähr, dass der Bahnhof zum Schluss auch funktioniert.

Felix

Nun gut - bei der Dachschräge wird es schwieriger, die Höhe zu erobern.
Und selbstverständlich soll die Anlage nicht an der Wand hängen, sondern auf dem Schreibtisch stehen, so dass die Kräfte nach unten abgeleitet werden.

Auch habe ich die Befürchtung, dass der Raum durch den Bau einer stationären Anlage noch kleiner wirkt.

Bei "Bedenken" irgendwelcher Art würde ich vorschlagen, aus Wellpappe eine Art "Platzhalter" im Massstab 1:1 zu basteln. Verstrebungen sorgen dafür, dass die Pappe nicht durchhängt. Den "Platzhalter" stellst / hängst du dann an den vorgesehenen Ort und lebst mal ein paar Wochen damit. Dann wist du bald merken, ob du mit der Gesamtwirkung glücklich wirst oder eben nicht.

Nur eines noch:

Leider kommt eine stationäre überhaupt nicht in Betracht.

...du hast nun zwei Möglichkeiten:

1) resignieren

2) tüfteln und knobeln nach dem Motto "geht nicht gibts nicht".

Ich sag ja nicht, dass es einfach wird. Aber wo ein Wille ist, ist (meist) auch ein Weg...

Felix

Als ich 1991 mit meiner heutigen Anlage anfing, bewohnte ich ein 11m2-Zimmer. Darin stand schon ein Bett, ein Schreibtisch, ein Sessel und ein Bücherregal. Das Zimmer war "voll". Nur in der Höhe war noch Platz. Also baute ich meine permanente Anlage 35-40cm über dem Schreibtisch. Da die Höhe die einzige Dimension war, wo richtig Platz ist, überwindet die Bahn 42cm Höhendifferenz auf 15m Streckenlänge. "Oval" geht so zwar nicht, daher also Punkt zu Punkt, aber nach 15m stört es nicht mehr, dass in jedem Fall angehalten werden muss.

http://k.f.geering.info/modellbahn/meineanlage/bilder/seldwyla_rohbau.jpg

Die Anlage hat eine Fläche von 52x236cm. Sie hat sich bis heute überaus gut bewährt. weiterlesen

Fazit: Ausser wenn du ein Dachzimmer (mit Dachschräge) bewohnst, ist überall Platz für eine fest aufgebaute Anlage.

Felix

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